So testet Sat Empfang
Bevor ein Sat-Receiver seine endgültige Bewertung bekommt, muss er so einige Testprozeduren durchlaufen.
Um in unserem Testlabor die signaltechnisch besten Bedingungen zu haben, nutzen wir das professionelle Messgerät
Techniplus von Technisat, mit dem wir die ankommende Signalstärke im Testraum exakt messen können.
Zum Testen von digitalen Sat-Receivern nutzen wir gleich mehrere Komponenten. Zum einen liefert die 85-cm-Multytenne
für die vier gängigsten Satellitenpositionen störungsfreie Signale zum Testraum. Der Multischalter Gigasystem 17/8
ermöglicht den parallelen Anschluss mehrerer Sat-Receiver. Wir schauen nach, ob der getestete digitale Sat-Receiver
die zur Verfügung stehenden Satellitenpositionen automatisch erkennt und die Sender sinnvoll in der Programmliste sortiert.
Ferner testen wir die Sat-Receiver auch auf die Kompatibilität mit einer Dreh- und Einkabelanlage. Hierzu haben wir
die ASP85-Sat-Antenne mit USALS-Drehmotor installiert. Über diese Station können wir auch Satelliten mit schwachen
Transpondern empfangen und somit ebenfalls die Tunerqualität ermitteln.
Ferner können wir anhand des Astro SEV 500 eine klassische Einkabelstruktur nachstellen. Ein weiterer Multischalter
GSS SDUC 902 stellt zudem eine Unicable-Lösung zur Verfügung, mit der wir die Sat-Receiver auf Einkabeltauglichkeit
prüfen können. Auch hier ist die Anlage selbstverständlich mit dem TechniPlus-Messgerät perfekt eingemessen,
so dass für alle Tests das beste Signal bereitsteht.
Nach dem Auspacken der Testgeräte prüfen wir zunächst die Verarbeitungsqualität und das mitgelieferte Zubehör.
Anschließend wird das Testgerät mit dem Energiemessgerät EM8000, dem Referenzfernseher Pioneer PDP-LX5090,
dem AV-Receiver Marantz SR4002 und der Antennenanlage verbunden. Zunächst prüfen wir, ob es ein Installationsmenü und eine
vorgefertigte Programmliste gibt. Besonders wichtig ist der Punkt „Sendersuche“. Hier gibt es die Möglichkeiten
„auto und manuell“ und „verschlüsselt und unverschlüsselt“. Wir schauen nach, ob die einzelnen Suchmechanismen die
jeweiligen Kanäle komplett finden oder wichtige Transponder fehlen. Für den Alltagsgebrauch besonders wichtig sind
Funktionen wie Teletext, EPG und Timer. Wir testen, wie schnell der Videotext-Dekoder auf Befehle reagiert und ob der
elektronische Programmführer übersichtlich gestaltet ist und alle Informationen enthält. Neuwertige Digitalreceiver
lassen sich mit Festplatten nachrüsten oder haben direkt eine Harddisk eingebaut. Wir testen, ob sich Sendungen via EPG
programmieren lassen und ob man während der Aufnahme andere Kanäle anschauen kann. Ist die Aufnahme abgeschlossen,
schauen wir nach, ob man die Sendungen nachbearbeiten kann. Digitalreceiver für den Empfang von Pay-TV werden von uns mit
mehreren Entschlüsselungsmodulen und Karten ausprobiert.
Bildtests
Für die Tests der Bildqualität nutzen wir einen Referenzfernseher PDP-LX5090 von Pioneer. Jeder Digitalreceiver
wird via Scart, Komponente und HDMI verbunden. Zunächst schauen wir uns mehrere Livesignale (Das Erste, RTL, BBC HD usw.)
an. Hier sieht das geschulte Auge auf Anhieb, welche Receiver die Signale gut verarbeiten. Neben den ausgiebigen
Bildtests spielt natürlich auch der Klang eine große Rolle. Wir schließen den Digitalreceiver sowohl analog als auch
digital an unsere Referenzanlage Marantz SR4002 an. Hierüber lässt sich feststellen, ob der Digitalreceiver Mehrkanalton
ausgibt und ob Bild und Ton synchron laufen.